Suizidprävention: Informationen & Anlaufstellen

Suizidprävention beginnt mit Wissen und Sprache

Diese Seite unterstützt dabei, Warnsignale ernst zu nehmen, Gespräche sicherer zu führen und passende Hilfe im Kanton Aargau zu finden.

 

Wenn du selbst nicht mehr sicher bist, ob du dir etwas antust oder du bei einer anderen Person eine akute Gefahr vermutest: Bleib nicht allein und organisiere sofort Unterstützung. Bei unmittelbarer Gefahr wähle 144 (Sanität) oder 117 (Polizei). Für psychiatrische Notfälle im Aargau sind die Psychiatrischen Dienste Aargau erreichbar: Kinder und Jugendliche 056 462 20 10, Erwachsene 056 481 60 06.

1. Schritt

Warnsignale erkennen

  • Die Person spricht davon, nicht mehr leben zu wollen.
  • Sie zieht sich stark zurück.
  • Sie wirkt hoffnungslos, verzweifelt oder innerlich leer.
  • Sie verschenkt Dinge, räumt auf oder verabschiedet sich ungewöhnlich.
  • Sie sucht nach Mitteln oder Möglichkeiten, sich etwas anzutun.
  • Sie wirkt plötzlich auffallend ruhig nach einer sehr belasteten Phase.

Diese Aufzählung ist nicht vollständig. Viele Anzeichen psychischer Belastung können auch Hinweise auf Suizidalität sein. Entscheidend ist: Wahrnehmungen ernst nehmen und ansprechen.

2. Schritt

Suizidalität ansprechen

Viele Menschen haben Angst, etwas falsch zu machen. Der wichtigste Schritt ist nicht die perfekte Formulierung, sondern dass jemand ruhig, direkt und zugewandt fragt.

 

Mögliche Formulierungen:

  • «Ich mache mir Sorgen um dich. Wie geht es dir wirklich?»
  • «Manchmal denken Menschen in sehr belastenden Situationen daran, nicht mehr leben zu wollen. Kennst du solche Gedanken?»
  • «Hast du Suizidgedanken?»
  • «Ich bleibe jetzt bei dir. Wir holen gemeinsam Hilfe.»

Vermeiden:

  • «Das darfst du doch nicht.»
  • «Denk an deine Familie.»
  • «So schlimm ist es doch nicht.»
  • «Du musst einfach positiv denken.»

Es empfiehlt sich, keine schnellen Lösungen anzubieten und keine Geheimhaltung zu versprechen, wenn Gefahr besteht.

Informationsmaterial

Mit sPATTzig in Verbindung bleiben

Suizidprävention lebt davon, dass wir hinschauen, darüber sprechen und voneinander wissen.

Unterstützung holen:

Betroffene Personen können sich per WhatsApp melden, wenn sie sich in einer belastenden Situation befinden, nicht allein bleiben möchten oder gerade das Bedürfnis nach Kontakt und Verbindung haben.

Der Kontakt bietet Raum für ein erstes Zuhören, Einordnen und gemeinsames Überlegen, welche nächsten Schritte hilfreich sein könnten.

Wichtig: Der WhatsApp-Kontakt ist kein Notfalldienst und nicht rund um die Uhr erreichbar. Bei akuter Gefahr sind die Notfallkontakte auf dieser Seite zu nutzen.

Spezifische Fragen beantworten:

Für fachliche Fragen, Unsicherheiten oder eine erste Orientierung ist eine niederschwellige Kontaktaufnahme per E-Mail oder WhatsApp möglich. Der Kontakt kann hilfreich sein, wenn Lehrpersonen, Schulsozialarbeitende, Fachpersonen, Eltern oder weitere Bezugspersonen in einer Klasse, im Arbeitsalltag oder im privaten Umfeld etwas wahrnehmen und Unterstützung beim Einordnen wünschen.

Über WhatsApp oder bei einem Telefongespräch können Fragen geklärt, Fakten eingeordnet, mögliche nächste Schritte besprochen und passende Anlaufstellen aufgezeigt werden.

Auf dem Laufenden bleiben:

Auf Facebook, Instagram und LinkedIn veröffentlicht sPATTzig regelmässig Informationen zu psychischer Gesundheit, Suizidprävention, Hilfsangeboten, Veranstaltungen und Materialien für Eltern, Fachpersonen und weitere Bezugspersonen.

Die Beiträge machen Wissen zugänglich, sensibilisieren für Warnzeichen und tragen dazu bei, dass Hilfsangebote bekannter werden und Suizidprävention sichtbarer wird.

Hilfsangebote im Kanton Aargau

143.ch

24/7 - vertraulich & anonym

 

Für erwachsene Betroffene und Besorgte

147.ch

24/7 - vertraulich & anonym

 

Für Kinder & Jugendliche Betroffene und Besorgte

Suizid-Netz

Sensibilisierung und Aufklärung

 

Online-Kurs und viele weitere Angebote und Informationen rund um Suizidprävention

PDAG

24/7 - für psychiatrische Notfälle

 

Notfall Kinder und Jugendliche: 056 462 20 10

 

Notfall Erwachsene: 056 481 60 06

ensa

Erste Hilfe für psychische Gesundheit

 

Nothelferkurs spezifisch zu Erste Hilfe bei Suizidalität

Selbsthilfe

Vermittlung von Selbsthilfe-gruppen

 

Für Angehörige

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